»Ein Mann der leisen Töne« Presseartikel Kölner Stadtanzeiger

von Alexandra Spürk, erschienen am 03.12.2015

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Kölner Stadtanzeiger Artikel von Alexandra Spürk erschienen am 03.12.2015

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Kölner Stadtanzeiger Artikel von Alexandra Spürk erschienen am 03.12.2015
Artikel über den Piano Bar Chefpianist Marcus Sukiennik, Excelsior Hotel Ernst, Köln
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Marcus Sukiennik hat sie oft gehört, die Sprüche. „Spiel es noch einmal“, das berühmte Zitat aus dem Filmklassiker „Casablanca“, oder auch „Noch ein Bier für den Mann am Klavier“ – in Anlehnung an einen Schlager von Paul Kuhn. Der 49-jährige Sukiennik hört diese Sprüche gern. Sie sind Zeichen der Anerkennung in seinem Metier, in dem Applaus selten ist. Er ist Chefpianist im Excelsior Hotel Ernst.

Regelmäßig spielt er dort in der Pianobar oder im Wintergarten, während die Gäste an der Bar entspannen oder brunchen. „Die Aufgabe eines Barpianisten ist es, sich im Hintergrund zu halten“, sagt Sukiennik, „wer sich nicht zurücknehmen und leise spielen kann, der ist da im falschen Beruf.“ Mit einer Mischung aus Jazz und Bossa Nova, eingängigen Klassik-Melodien und zurzeit auch Weihnachtsliedern will Sukiennik dazu beitragen, „dass die Gäste hier einfach eine schöne Zeit haben“.

Der Mann am Klavier, der einen Cocktail von Barchef Luis de Gouveia einem Bier übrigens jederzeit vorziehen würde,
wurde 2010 von seinem Vorgänger Jörg Köster ins Excelsior geholt. Zuvor studierte Sukiennik Klavier im niederländischen Hilversum und bildete sich unter anderem bei Bill Dobbins, dem langjährigen Leiter der WDR Big Band, fort.

Zur Musik kam Sukiennik in seiner Jugend; mit seinem Bruder, dem Percussionisten Thomas Sukiennik, gründete er eine Coverband und sorgte bei Hochzeitsfeiern und Firmenfesten mit Krachern wie dem Discohit „I Am What I Am“ für Stimmung. „Aber ich habe gemerkt, das liegt mir nicht.“ Ihm liegt das Zeitlose, die Evergreens wie „Strangers in the Night“ von Frank Sinatra, „Satin Doll“ von Duke Ellington und eben „As Time Goes By“ ausdem Film „Casablanca“; Melodien, die er gerade auch für eine CD eingespielt hat.

Privat ist Sukiennik, der seinem Beruf mitten in der Stadt nachgeht, ein Fan der „Schäl Sick“. Der Musiker, der in Neuss geboren und
in Grevenbroich aufgewachsen ist, wohnt mit Familie in Mülheim, wo er in seiner Freizeit bei Pilates und Massagen entspannt. Außerdem gehe er gern auf den Poller Wiesen spazieren, wo er „die Aussicht auf den Rheinauhafen“ genießt. Einfach schauen und beobachten, das tut Sukiennik gern, auch bei der Arbeit. „Ich muss beim Klavierspielen nicht auf die Finger gucken“, sagt er, „das ist ein Vorteil“, denn so könne er mit seiner Musik auf die Stimmung der Gäste reagieren. „Neulich hat ein argentinisches Paar spontan angefangen zu tanzen“, sagt Sukiennik, „das war ein toller Abend.“ Zu beeindruckenden Begegnungen in der Bar zählten freilich auch die mit prominenten Gästen des Hotels. „Aber darüber zu sprechen verbietet die Diskretion“, sagt Sukiennik und schmunzelt. Der
Mann hält sich zurück.

ALEXANDRA SPÜRK

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Marcus Sukiennik ist Chedfpianist im Excelsior Hotel Ernst. Foto Krasniqi

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Pianist Marcus Sukiennik

Mein Name ist Marcus Sukiennik. Ich bin vorwiegend als Pianist in gehobenen Hotels und Piano Bars tätig. Darüber hinaus spiele ich auf Veranstaltungen aller Art.

Meine Produktionen, darunter zahlreiche Kompositionen und Arrangements, veröffentliche im eigen Label Linie 21.



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