Welches Video spricht Sie mehr an?

Imagefilm in Version A und Version B

Damit sich Interessenten ein Bild von meiner Arbeit machen können habe ich mit Klaus Wohlmann einen Imagefilm erstellt und in 2 Versionen geschnitten. Es handelt sich um dasselbe Stück - nur die Locations und Filmausschnitte sind teils unterschiedlich. Eine Version des Videos kommt auf die Startseite.

 

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»Welche Version spricht Sie mehr an? Version A oder Version B?«

 

Imagefilm Version A

Imagefilm Version B

Eure Kommentare - meine Antwort vom 29.05.2015

Klare Entscheidung

Herzlichen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen auf den verschiedensten Kanälen, die sich zu einem schönen Mosaik zusammenfügen. Jeder einzelne Kommentar ist wertvoll und hilft mir bereits für dieses aber auch das nächste Videoprojekt weiter. Das Ergebnis war insgesamt erfreulich eindeutig: Version B hat (fast) alle mehr angesprochen. Dabei gab es einige, die den Beginn von A sehr schön fanden und vorschlagen, mit Version A anzufangen und dann nach B zu wechseln.

Was mich noch umtreibt ist die Frage, ob eine Unterlegung mit gesprochenem Text am Anfang das Video abrunden würde. Was meint ihr?

Zielsetzungen für das Video-Projekt - aufgedeckt durch die Kommentare

Bei den Kommentaren kristallisierten sich die Fragestellungen für dieses Video heraus:

  1. Wie zeige ich Vielseitigkeit? Martin schreibt: „Wobei ich finde, dass beide Versionen nicht wirklich erlauben sich ein Bild von deiner Arbeit zu machen - du bist doch deutlich vielseitiger, sowohl musikalisch wie auch dein Auftritt“
  2. Soll ich Nähe zeigen und wenn ja, wie? Thomas dazu: „Ich frage mich aber, warum Du nicht auch mal lächelst, bei den anderen Videos machst Du das tw. auch, würde aus meiner Sicht noch positiver wirken. :-)“ und Hille:“In Version A habe ich deinen Blick in die Kamera zunächst als einen angenehmen Moment und persönlichen Ausdruck erlebt, jedoch auch in der Intensität ablenkend. Ein Hauch dieses Momentes eines persönlichen Kontaktes könnte ich mir in Version B gut vorstellen.“
  3. Welches Stück wähle ich aus? Zitat Michael:  „Ich würde mich für ein anderes Lied entscheiden auch wenn es an für sich sehr schön ist“


Thema Vielseitigkeit

Zu 1:
Vielseitigkeit in einem Video zu zeigen ist schwierig. Bei meinem Video aus dem Rheincenter Köln Weiden habe ich Ausschnitte vieler Stücke zusammengefügt. Das wollte ich diesmal nicht, denn es bringt auch eine gewisse Unruhe mit sich. Darüber hinaus wird das Video schnell sehr lang.

Für mein Konzertprogramm »Austausch« habe ich mehrere Videos aus thematisch zusammengehörenden Rubriken zusammengestellt. Der Vorteil besteht m. E. darin, dass man einen aussagekräftigen Ausschnitt eines bzw. mehrerer Stücke mit einer angemessenen Länge des Videos erhält.

Das aktuelle Video dient als Imagefilm. Meine Zielsetzung lautete, die renommierten Locations in denen ich regelmäßig auftrete zu zeigen und diese anhand eines Stückes zu verbinden - um eben mehr Ruhe zu generieren und etwas Einheitliches zu schaffen.


Während des Projektes habe ich mich entschieden statt eines Videos 3 zu machen:

  • den Imagefilm (das Video, welches ihr kommentiert habt)
  • ein Video mit dem Thema »Stücke nach Wunsch«: aufgenommen habe ich ›Für Elise‹ von Ludwig van Beethoven gespielt im Steigenberger Grandhotel Petersberg (Location Anfang Version A)
  • ein Video mit dem Thema »Barmusik«: ›Don´s Blues‹ gespielt und aufgenommen in der Piano Bar des Hotel Excelsior Ernst in Köln


Die zusätzlichen Videos sind bereits fertig und werden bald auf meiner Homepage eingebunden. Die Locations werden in der finalen Version des Imagefilms kurz eingeblendet.

Thema Nähe

Zu 2:
Hm, in die Kamera gucken oder nicht, lächeln oder nicht - das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Noch kürzlich wurde ich bei einem Videotest für ein Duo-Projekt aufgefordert, während des Spielens in die Kamera zu schauen und zu lächeln. Das sah blöd aus und hat mich veranlasst es bei dem aktuellen Video zu vermeiden bzw. nur kurz anzudeuten. Lächeln ist bei Live-Auftritten viel einfacher - da ist der Austausch direkt und persönlich. Nicht so vor der Kamera. Ich bin ja kein Schauspieler. Eine Rückmeldung brachte das deutlich auf den Punkt: das wäre ja Porno (in die Kamera gucken). Nun kann man sicher von der Porno-Industrie eine ganze Menge lernen ;-) Hille hat das ja feiner kommentiert (s.o. oder in den Kommentaren).

Abschließend kann ich sagen, dass ich in dieser Sache selbst noch nicht klar sehe und mehr Gelegenheiten brauche, auszuprobieren.

Thema Stückauswahl

Zu 3:
Die Innenschau ein Stück auszuwählen ist sicher eine andere als von außen darauf zu schauen. Und eines vorweg: Ich glaube, es ist kaum möglich ein Stück auszuwählen, was alle restlos überzeugt. Der Musikgeschmack ist eben unterschiedlich. Ein Beispiel: das äußerst beliebtes Stück „comptine d´un autre été“ von Yann Tieren aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ mag jeder, könnte man meinen. Das ist aber nicht so. Ich kenne gerade unter älteren Hörern und vor allem unter klassisch geprägten Musikern solche, die das Stück belanglos finden. Für andere ist es der Himmel auf Erden.

Das vorliegende Stück habe ich aus folgenden Gründen ausgewählt:
    •    es ist eines meiner neueren Stücke
    •    ich spiele es sehr gerne - man nimmt ja viele Takes auf beim Video ;-)
    •    es ist pianistisch
    •    es besteht aus mehreren Teilen - Vorteil für Szenenwechsel bzw. Überblendungen
    •    es ist Teil einer Geschichte: der dritte Teil eines Werkes in 7 Satzteilen - das könnte Bedeutung haben, wenn das Video noch mit gesprochenem Text unterlegt wird
    •    es hat eine emotionale Qualität (zumindest für mich)
    •    es funktioniert als Hintergrund- und Konzertmusik

Das Intro ist lang, das war mir schon klar. Das haben dann einige - und ich glaube nicht nur in Bezug auf das Video - entsprechend kommentiert. Die Videoszenen lockern das auf. Eine Unterlegung mit gesprochenem Text am Anfang könnte die Musik mehr in den Hintergrund treten lassen. Und das mache ich ja meistens: Hintergrundmusik. Könnte also eine Idee sein.


Abschließende Frage

Daher stelle ich euch noch einmal diese Frage vom Anfang:
    •    Rundet ein gesprochener, kurzer Text am Anfang das Video ab?
    •    Oder sollte ich das Video für sich sprechen lassen?

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Kommentare: 17
  • #1

    Axel E. aus B. (Freitag, 22 Mai 2015 12:53)

    Ganz klar: Version B.

  • #2

    Friederika P. aus K. (Freitag, 22 Mai 2015 13:30)

    Ich bin auch für Version B - sie ist aussagekräftiger und unterhaltsamer.
    Herzliche Grüße und weiterhin viel Erfolg!

  • #3

    Bernie (Freitag, 22 Mai 2015 18:19)

    Das ist ja unglaublich langatmig in Version A - da gewinnt eindeutig Version B mit den abwechselnden Ansichten.......

  • #4

    klaus wohlmann (Freitag, 22 Mai 2015 22:07)

    gruesse dich - na die tendenz ist ja wohl scheinbar klar - nun gut ich finde natürlich beide schön - aber die version b vielseitiger - lieber gruß klaus

  • #5

    Thomas Dierkes (Samstag, 23 Mai 2015 00:15)

    Hallo Marcus, von den beiden Versionen gefällt mir auch B deutlich besser. Ich frage mich aber, warum Du nicht auch mal lächelst, bei den anderen Videos machst Du das tw. auch, würde aus meiner Sicht noch positiver wirken. :-) Beste Grüße! Thomas

  • #6

    Michael Fußy (Samstag, 23 Mai 2015 10:03)

    Hallo Marcus
    In Version A gefällt mir der Blickwinkel beim Start des Videos besser, bei der Version B gefällt mir nicht das man Dich zuerst nur von hinten sieht.
    Die Version A wird dann allerdings sehr langatmig, da sich das Lied am Anfang soviel wiederholt. In der Version B fällt es nicht so auf, weil dort mehr Bildwechsel sind und man etwas abgelenkt wird. Ich würde mich für ein anderes Lied entscheiden auch wenn es an für sich sehr schön ist, Ansonsten würde ich auch Version B nehmen, da viele die Version A wahrscheinlich nicht bis zu Ende hören werden.
    Lieben Gruß Michael

  • #7

    Maria Herrmann (Samstag, 23 Mai 2015 15:17)

    Hallo Marcus, die Version B finde ich interessanter und informativer durch die vielen verschiedenen optischen Eindrücke. LG Maria

  • #8

    Egon Zähringer (Samstag, 23 Mai 2015 22:59)

    Lieber Marcus, auch mir gefällt B sehr viel mehr. Bei A spielt die Location eine viel zu vordergründige Rolle. Deine Vielschichtigkeit wird sozusagen "gerlingisiert". Bei B gefällt mir grade der Anfang und grade weil Du erst von hinten am Schreibtisch zu sehen bist: als Komponist/Arrangeur wendest du dich an Dein Instrument, und in der Folge wechseln die Spielstätten. Das macht neugieriger. Frohes Schaffen wünscht herzlich, Egon

  • #9

    martin S. aus K. (Sonntag, 24 Mai 2015 12:58)

    Hallo Marcus, ich schliesse mich der Mehrheit an. Auch ich finde die Version B einfach abwechslungsreicher. Wobei ich finde, dass beide Versionen nicht wirklich erlauben sich ein Bild von deiner Arbeit zu machen - du bist doch deutlich vielseitiger, sowohl musikalisch wie auch dein Auftritt. LG martin

  • #10

    Hille G. aus Köln (Montag, 25 Mai 2015 23:05)

    Lieber Marcus,
    auch mir gefällt die Version B besser. Den Wechsel der Szenen -musikalisch (hörend) und optisch (sehend)- habe ich vorwärts gerichtet, auf nächste hin strebend und gleichzetiig, wenn der musikalische Input verweilt, als Ruhe gebend und tiefer gehend erlebt. Also, eine Dynamik, der ich gut folgen konnte, die ich lebendig wahrgenommen habe und meine Neugierde für weitere, kommende Eindrücke geweckt hat. Bei Version A hat mir das Bild vom Ästhetischen her und die Perspektive zu Beginn sehr gut gefallen. Von diesem weiträumigen Blick in deinen Raum zu gelangen (Anfang Version B) wäre für mein Erleben als Übergang sehr stimmig, da ich den Beginn in Version B auf eine Art abrupt "Da" erlebt habe. In Version A habe ich deinen Blick in die Kamera zunächst als einen angenehmen Moment und persönlichen Ausdruck erlebt, jedoch auch in der Intesität ablenkend. Ein Hauch dieses Momentes eines persönlichen Kontaktes könnte ich mir in Version B gut vorstellen.
    Herzliche Grüße zu deinem Schaffen und Wirken von Hille!!!!!!!!!!!!




  • #11

    Muchael Ebel (Dienstag, 26 Mai 2015 08:32)

    Hallo Markus, ich finde auch Version B einen Tick besser als A. Aber beide schön. Bei A steht die Location mehr im Vordergrund. Bei B mehr Du. Gruß Michael

  • #12

    Marcus Sukiennik (Freitag, 29 Mai 2015 14:27)

    Liebe Leute, vielen herzlichen Dank für eure zahlreichen und teils detaillierten Kommentare. Ich habe eine längere Antwort geschrieben. Der besseren Lesbarkeit halber habe ich diese unterhalb der Videos im Blogbeitrag platziert.

  • #13

    Michael Fußy (Samstag, 30 Mai 2015 17:39)

    Die Idee mit dem gesprochenen Text finde ich nicht schlecht, es würde das Video bestimmt noch aufwerten. Auf das Video mit für Elise freue ich mich schon, das Lied spiele ich ja auch immer so gerne.

  • #14

    MIchael Fußy (Samstag, 30 Mai 2015 17:47)

    Den Text am besten in dem Bereich ab Sekunde 30 bis 1 Min 10 Sek einfügen das ist der etwas langatmige Teil der mich etwas stört.

  • #15

    Axel E. aus B. (Sonntag, 31 Mai 2015 12:14)

    Also, ich habe ich mich beim Betrachten des Videos schon gefragt, wem du damit was genau sagen willst. Zwar kenne ich die Hintergründe nicht, aber so ein Video sollte ja auch ohne große Erklärung drumherum funktionieren. Das tut es nach meinem Empfinden derzeit aber nicht. Irgendwie wartet man die ganze Zeit (vergeblich) darauf, dass irgend etwas "passiert", eine Botschaft oder Information vermittelt wird.

    Ein bisschen Kontext wäre also schon nicht schlecht. Von gesprochenem Text würde ich aber eher abraten, weil die (an sich gute) Grundidee des durchlaufenden Musikstücks m. E. stark verwässert würde. Dazu hätte man das Video wohl inhaltlich-dramaturgisch von vornherein ganz anders aufbauen müssen.

    Wie wär's denn mit Texteinblendungen? Kurze Stich-/Schlagworte zu deiner Person, deinem fachlichen Background, deinem musikalischen Repertoire, deinem Angebot, bisherigen Veröffentlichungen oder was du eben sonst sagen willst.

    Beginnen könnte man bspw. mit deinem Namen. ;) Danach (Computer) "Komponist", dann (Flügel) "Pianist" ... Und so weiter, je nach dem, was du halt vermitteln willst (siehe oben).

    Das wäre vom technischen Aufwand her überschaubar, die audio-visuelle Grundidee des Videos bliebe komplett erhalten und es hätte eine konkrete Botschaft.

    Nur so als Idee.

  • #16

    Marcus Sukiennik (Dienstag, 09 Juni 2015 12:51)

    @Michael: Live kommt das Stück - auch das lange Intro - sehr gut an. Video- bzw. Filmgewohnheiten sind allerdings anders. Da herrscht allgemein eher die Erwartung, dass viel passieren muss. Im Grunde ist es wie sitzen am Meer. Die Wellen plätschern an Land in immer neuen Variationen des Gleichen. Die Zeit bleibt stehen. Sehr beruhigend, oder? Im Video wirkt es auf den ein oder anderen langatmig. Gut zu wissen. Danke für deine Rückmeldung.

  • #17

    Marcus Sukiennik (Dienstag, 09 Juni 2015 12:53)

    @Axel: Texteinblendungen in knapper Form sind geplant. Den restlichen Teil habe ich im Kommentar zu Michael beantwortet. Danke für deine Anregungen.